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Als Züge noch Umzugs-Kartons transportierten

Es gab Zeiten, da stand der Umzugswagen nicht vor der Haustür, sondern am Bahnhof. Noch in den 1950er Jahren war ein Umzug per Zug üblich. So packte mancher den Hausrat auf den Güterwaggon am Verladegleis, um ihn dann in der neuen Stadt wieder in Empfang zu nehmen.

Der erste Güter-Transport mit der Eisenbahn waren in Deutschland freilich keine Umzugs-Kartons, sondern zwei Fässer Bier. Ein Brauer aus Nürnberg ließ sie auf der Schiene in die Bahnhofs-Wirtschaft ins etwa acht Kilometer entfernte Fürth bringen.

Wie sich der Gütertransport auf der Schiene seither entwickelte, lässt das DB Museum in Nürnberg Revue passieren. In der neuen Sonderausstellung bis Ende Oktober 2019 heißt es „Bier, Bahn Bananen“. Auf dem Freigelände des Museums sind unter anderem neun Güterwaggons, ein Personenwagen und zwei historische Güterzug-Loks zu sehen. Sie geben nach Angaben des Museums den Besuchern die Möglichkeit, den Gütertransport auf Schienen als Motor der Industrialisierung in Deutschland zu erleben. Einige der Wagen sind begehbar. Dazu gibt es einmalige zeitgeschichtliche Dokumente, Ausstellungs-Stücke, Modelle, alte Fotos und Filme.

Über Umzüge und andere außergewöhnliche Transporte per Güterzug berichtet ein ehemaliger Mitarbeiter der Deutschen Bundesbahn eines kleinen Landbahnhofs auch auf dem ZUGhören-Hörbuch 7 mit Schienengeschichten aus Baden und Württemberg. Um die heute oft üblichen Container-Züge geht es auf ZUGhören 6 „Niedersachsen, Hamburg, Bremen“ mit einer Reportage vom Rangierbahnhof Maschen bei Hamburg. (16. April 2019)


Holocaust-Überlebender Noah Klieger ist tot

Wenige Tage ist es jetzt her, dass Noah Klieger gestorben ist. Er überlebte den Holocaust und war zeitlebens ein ständiger Mahner, den Völkermord an den Juden nie zu vergessen.

Noch im hohen Alter von achtzig und neunzig Jahren wollte er als Zeitzeuge so vielen Menschen wie möglich davon berichten, was er erlebt hatte. Am Holocaust-Gedenktag, dem 27. Januar, wird jedes Jahr weltweit an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.

Von den Transporten mit dem Zug nach Auschwitz 1943 erzählt Noah Klieger auch auf dem Eisenbahn-Hörbuch „ZUGhören 8 - Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern“. Auf der Fahrt waren Klieger und achtzig andere in einem Güterwagen eingepfercht. Um die Menschen in den Waggons kümmerte sich niemand. Sie hatten nichts zu Essen und kaum zu trinken. Es gab keine Heizung, manche Waggons hatten nicht einmal ein Dach. Aber die Züge waren für die Bevölkerung sichtbar: wenn sie unterwegs waren oder auf Bahnhöfen standen.

Zweieinhalb Jahre lang war Klieger in den Lagern Auschwitz, Mittelbau-Dora bei Nordhausen und Ravensbrück. Für ihn endete am 29. April 1945 in dem KZ bei Fürstenberg an der Havel das Martyrium. Von 1.600 Menschen, die in dem Zug mit Klieger deportiert wurden, kehrten sechs Männer und vier Frauen lebend zurück. Zehn von 1.600. Bis zu seinem Tod hat er berichtet von dem, was passiert ist. (21. Januar 2019)


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